Lyrikmail #359

David Schirmer

Seine Schwartze.

Jhr schwartzen Augen jhr / und du auch schwartzes Haar /
Nemt hin von meiner Hand / nemt hin was ich euch sende /
Durch was ich meine Schuld ein wenig nur verpfände /
Das dürstet jetzund noch nach eurer Blicke Schaar.
Schwartz lieb ich auf der Welt. Schwartz will ich immerdar.
Schwartz ist mein Ruhestab der fast zu müden Hände /
Schwartz ist der beste Glantz. Schwartz macht daß ich mich wende
Zum schwartzen Angesicht / zu schwartzen Augen klar.
Laß roth / laß weiß / laß blau in seiner schöne gehen /
und auf des Käysers Haupt ein Gold in Golde seyn /
Laß Demant-Farbe blühn /laß jeden Edelstein
Sein farbicht Angesicht bey allen Glantz aufblehen.
Mein Schwartz vergnüget mir / drüm sprech ich immerdar:
Jhr schwartzen Augen jhr / und du auch schwartzes Haar.


vergnüget = genügt, befriedigt

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